NEUJAHRSKONZERT                                                             15.01.2005
 

Kaum wieder zu erkennen war in diesem Jahr die Enztalhalle beim Neujahrskonzert der Orchestervereinigung Calmbach am vergangenen Samstag. Stimmungsvoll war die Halle mit Lichteffekten ausgeleuchtet und fand großen Anklang bei den Besuchern. Bunte Kerzenbecher unterstützten dabei die Atmosphäre. Theresa Girrbach und Patrick Bogner führten das interessierte Publikum erfrischend durch das Programm der Jugendkapelle. Sie spielte in dieser Formation erstmals beim Neujahrskonzert, nachdem die Minis im vergangenen Jahr in die Jugendkapelle übernommen wurden. Sie eröffnete das Konzert mit Auszügen aus der Ouvertüre „1812“ und der für Jugendkapellen geschriebenen Version von John Lennons „Imagine“. Mit "Smoke on the water" und „Mood romantic“ setzten die Jungmusiker ihren Auftritt in einem ganz anderen Musikstil fort und zeigten so ihre Flexibilität. Erneut hatten die Calmbacher Verantwortlichen an der Konzeption der Veranstaltung gearbeitet und so traten die Jungmusiker zusammen mit den Musikern des Blasorchesters an.  Mit Filmmelodien aus dem „Fluch der Karibik“ und Santana-Klängen wie „Maria! Maria!“ stellte sich ein großer Klangkörper auf der bewährten OVC-Bühne dar. Das Publikum bedankte sich mit entsprechendem Beifall.

 
 

Der 1. Vorsitzende Uwe Göbel konnte unter den zahlreichen Gästen als Repräsentanten des Blasmusikkreisverbands Calw den Verbandsdirigenten Peter Blazicek herzlich willkommen heißen. Ein fröhliches Grüß Gott ging an Bürgermeister Dr. Walter Jocher und die Vertreter des Gemeinderats, der Kirchen und Schulen, der Presse und die Ehrenmitglieder sowie die Abordnungen befreundeter Calmbacher und auswärtiger Vereine. Wie auch die Jugendkapelle wies er darauf hin, dass sich die Orchestervereinigung Calmbach mit einer Spende an UNICEF an den Spenden für die Flutopfer in Asien beteiligen will.

Das Blasorchester begann seinen Konzertteil mit der Ouvertüre „Ein Morgen, ein Mittag, ein Abend in Wien“ von Franz von Suppé. Musikalisch wurde der Zuhörer in die Weltstadt versetzt. Unter der bewährten Leitung ihres Dirigenten Gabor Kohl setzten die Musiker das Programm fort mit dem ersten Satz des Trompetenkonzerts von Johann Nepomuk Hummel. Als Solist brillierte hier Uwe Forstner, waren doch zum Teil Tonsprünge von mehr als einer Oktave zu absolvieren. Einen weiteren Akzent setzte danach der „Russian Waltz“, ein Walzer von Pavel Stanek.

 
 

„Ciribiribin“, ein Stück für Solotrompete mit Orchester, fand mit Herbert Rittmann als Solist den richtigen Interpreten. Im Swingsound sprang auch hier der Funken auf das Publikum über. Der bekannte Konzertmarsch „Hoch Heidecksburg“ beendete den ersten Teil des Konzerts.

 
 

Nach der Ehrungspause setzte das Blasorchester mit dem „Bolero“ von Ravel das Programm fort. Mit dem Werk „Slaughter in tenth avenue“ entführte das Orchester die Zuhörer in die Straßenschluchten von New York. In verschiedenen Soundkomponenten wurde das Thema immer wieder ins Gehör gebracht. Den offiziellen Schlusspunkt setzte „Mamma Mia“, der Brückenschlag zum aktuellen Musical der Gruppe ABBA. Den Calmbacher Musikern war dabei der Spaß an diesem Werk deutlich anzusehen. Der „Florentiner Marsch“ beschloss den offiziellen Teil des Neujahrskonzerts 2005.

„Ade! Servus! Tschüß!“ mit der von Rainer Dieckhoff am Akkordeon intonierten und den Musikern gesungenen „Lili Marleen - Melodie“ begeisterte die Gäste des Abends genauso wie der in der Zwischenzeit bei etlichen Veranstaltungen zu Gehör gebrachten OVC-Evergreen „Wenn wir geh’n, dann geh’n wir alle“.

Danach dankte der Vorsitzende Uwe Göbel allen Akteuren vor, auf und hinter der Bühne sowie vor und hinter der Theke mit Worten und Präsenten.

Ein sehr herzliches Dankeschön ging an alle Spender von Gewinnen für die Tombola, so dass es auch in diesem Jahr wieder möglich war, mit einem DVD-Heimkino, einigen Reise-, Tank- und Essen-Gutscheinen u.v.a.m. ein attraktives Angebot aufzubauen und zum Loskauf zu animieren.

Zum Erfolg des Abends trug erneut das Angebot aus der bewährten OVC-Küche bei. Hier hatte im lang geübten Joint-Venture-Verfahren der Liederkranz Calmbach die Arbeiten übernommen - die Orchestervereinigung wird dies im Gegenzug an der Abendunterhaltung des Liederkranz tun. Der Konzertabend, der spät in der Nacht ausklang, fand überall ein positives Echo: "Wir kommen schon seit vielen Jahren zu Euch und haben es noch nie bereut!“ und „So eine stimmungsvolle Atmosphäre hat es in er Enztalhalle noch nie gegeben!" waren nur einige der Gästereaktionen.

 
v.l.n.r.: Peter Blazicek, Bruno Bott, Hans Steeb, Uwe Göbel
 

Bei den diesjährigen Ehrungen konnten wieder langjährige aktive und fördernde Mitglieder vom Verband durch Peter Blazicek und vom Verein durch den Vorsitzenden der Orchestervereinigung Calmbach, Uwe Göbel, für ihre Treue geehrt werden:

 
10 Jahre aktiv: Susanne Heinichen, Rainer Locher
25 Jahre aktiv: Holger Bischoff und Uwe Forstner werden als Aktive auch gleichzeitig zum Ehrenmitglied der Orchestervereinigung ernannt
25 Jahre fördernd: Hubert Brückner, Ursula Dürr, Hans Eitel, Wolfgang Lindecke, Siegfried Rentschler, Hans Richt, Erika Stark,  Roland Zündel
30 Jahre fördernd: Thomas Forstner, Roland Kälber, Kurt Kübler, Ursula Pfeiffer, Gerhard Siegel, Ingrid Siegel
40 Jahre fördernd: Karl Weimert wird als Fördernder auch gleichzeitig zum Ehrenmitglied der Orchestervereinigung ernannt
50 Jahre fördernd: Karl Harter
70 Jahre fördernd: Bruno Bott
 
Wie immer bei diesem Anlass wurde der Marsch "Alte Kameraden" im Anschluss an die Ehrungen gespielt.
 
v.l.n.r.:
Vordere Reihe: Karl Weimert, Bruno Bott, Karl Harter, Ursula Dürr, Ingrid Siegel
Hintere Reihe: Roland Kälber, Holger Bischoff, Uwe Göbel, Uwe Forstner, Siegfried Rentschler,
                      Roland Zündel, Gerhard Siegel,Kurt Kübler, Wolfgang Lindecke, Hans Steeb, Hans Eitel,
                      Rainer Locher
 
 
 
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