"LAST NIGHT OF THE PROMS" - TOUR MIT DEM        
   ROYAL PHILHARMONIC ORCHESTRA                   27.11. - 08.12.2006
 

Karlsruhe - Europahalle,  Frankfurt – Festhalle, Berlin – Velodrom, Braunschweig – Volkswagenhalle!
 
Das waren die Aufführungsorte, an denen das Blasorchester der Orchestervereinigung Calmbach zusammen mit dem Londoner Royal Philharmonic Orchestra zu "Last Night of the Proms" vom 27.Oktober bis 03.November 2006 auftrat. Dabei wurden bekannte Titel wie die "Wilhelm Tell Ouvertüre" von Rossini, der "Walzer aus Dornröschen" von Tschaikowsky, der "Liberty Bell Marsch" von Sousa, das "Intermezzo aus Cavalleria rusticana", "Fantasia on Greensleeves", Suppés "Ouvertüre zu Leichte Kavallerie", Händels "Menuett I und II aus der Feuerwerksmusik" und Elgars "Nimrod aus den Enigma Variationen" als orchestrale Werke vorgestellt. Mit den Violin-Soli "Csardas" und "Zigeunerweisen" mit József Lendvay, Gershwins "Rhapsody in Blue" mit Murray McLachlan am Piano und Verdis "Sempre Libera aus La Traviata" und Puccinis "O mio babbino caro", gesungen von Stephanie Krahnenfeld, bekam das Publikum einen abwechslungsreichen Konzertabend geboten. Der akustische Hörgenuss wurde optisch durch den Einsatz von Licht- und Pyroeffekten unterstützt.

 
 

Den zweiten Teil des Abends eröffnete jeweils die Orchestervereinigung Calmbach, die mit Strauss’ "Radetzky-Marsch" die in der Mitte der Halle stehende Bühne umrundete und somit ein weiteres Element der Proms-Konzerte integrieren konnte. Die mitklatschenden und Fahnen schwenkenden Konzertbesucher hatten so hautnah den Kontakt zu den Musikern. Vom englischen Dirigenten, keinem geringeren als Anthony Inglis, wurden die Schwarzwälder mit englischem Akzent auf Deutsch als "Orchestervereinigung Calmbach Band" vorgestellt.

Mit der "Hornpipe" aus der Fantasia on British Sea Songs wurden die Besucher vom Orchesterleiter erneut zum Mitklatschen aufgefordert. Eine Konzertbesucherin bekam jeweils, nach entsprechender Anmoderation durch den Haupt-Dirigenten, bei der Wiederholung als Vize-Dirigentin den Dirigentenstab des weltberühmten RPO-Orchesters – ein Spaß für alle Teilnehmer.

Das Ende des Konzerts leitete das "Rule Britannia", als Sopran-Solo gesungen von Stephanie Krahnenfeld, ein. Mit einer britischen Fahne um die Schultern riss sie das Publikum nun endgültig von den Sitzen. Die Stimmung in den Hallen war riesig und es bot sich von der Bühne aus ein beeindruckendes Bild ins Publikum. Umgekehrt  aber auch: Vom Publikum aus auf die Bühne mit mehr als 100 Musikern. Bei Edward Elgars "Pomp and Circumstance" verstärkte die Orchestervereinigung Calmbach das weltberühmte Londoner Royal Philharmonic Orchestra, wenn dann der Text von "Land of Hope and Glory" aus Tausenden von Kehlen erschallte, von der Bühne aus die Raketen gezündet wurden und Luftschlangen ins Publikum flogen. Die Zugabe mit dem "CanCan" aus Orpheus in der Unterwelt wurde ebenfalls gemeinsam vom Royal Philharmonic Orchestra und der Orchestervereinigung Calmbach geboten.

"Es ist schade, dass wir nur noch zwei RPO-Auftritte haben!", "Das ist eine ganz andere Dimension, klassische Musik zu präsentieren!" und "Super, dass der Dirigent Inglis neben vielen anderen Orchestern auf der ganzen Welt nun auch die OV Calmbach nennen kann!" sind einige von vielen Äußerungen, die derzeit von Calmbacher Musikern zu hören sind.

Für die Calmbacher Orchestervereinigung stellen diese Konzerte einen weiteren Höhepunkt in der Vereinsgeschichte dar. Das RPO hatte als musikalische Partner erstmalig ein Laienorchester – dieser Teil wurde ansonsten immer von Profi-Militär-Orchestern gespielt. 

"Ich bin froh darüber und stolz darauf, dass die Orchesterverreinigung Calmbach über den Blasmusikverband Calw und dessen Präsident Hans-Joachim Fuchtel diese Möglichkeit zur Mitwirkung an solch einer Konzertreise bekommen und wahrgenommen hat", ist von Uwe Göbel, dem 1.Vorsitzenden der Orchestervereinigung Calmbach zu hören. "Wir haben viel gesehen, gehört und dazu gelernt! Daran denken wir noch lange."

 
 

Video vom Auftritt (aufgenommen in der König-Pilsner-Arena in Oberhausen)
Ein Dank für die Aufnahme geht an unseren Kameraden Uli Metzler

 
 
Karlsruhe, Europahalle [27.10.2006]
 

     

 
 
Frankfurt, Festhalle [31.10.2006]
 

 

     

 
 
Berlin, Velodrom [02.11.2006]
 

 

     

     

 
 
Braunschweig, Volkswagen-Halle [03.11.2006]
 

     
Die Orchestervereinigung Calmbach mit dem Dirigenten des Royal Philharmonic Orchestra Anthony Inglis

Die Orchestervereinigung Calmbach mit dem Dirigenten des Royal Philharmonic Orchestra Anthony Inglis

 
 
Oberhausen, König-Pilsner-Arena [17.11.2006]
 

     

 
 
Bamberg, Jako-Arena [08.12.2006]
 
Die Orchestervereinigung Calmbach in Begleitung von Bürgermeister Klaus Mack mit dem Dirigenten des Royal Philharmonic Orchestra Robin Stapleton

Die Orchestervereinigung Calmbach in Begleitung von Bürgermeister Klaus Mack mit dem Dirigenten des Royal Philharmonic Orchestra Robin Stapleton

 
 

The very Last Night of the Proms - die allerletzte Last Night of the Proms für die Orchestervereinigung Calmbach fand am Freitag den 08.Dezember 2006 in Bamberg statt.
Nach sechs erfolgreich absolvierten Terminen verteilt über fast ganz Deutschland, war der Abschied vom Royal Philharmonic Orchestra und dem Flair einer großen Konzertveranstaltung nicht ganz einfach. Sechs Auftritte in den unterschiedlichsten Städten und an diversen Spielorten brachten natürlich auch für den einzelnen Musiker der Orchestervereinigung eine Menge an persönlicher Organisation mit sich. Die Tournee bedeutete eine kurzfristige Umstellung der Urlaubsplanung, da die Anfrage erst im Juli diesen Jahres kam, als eigentlich jeder seine persönliche Planung schon weitestgehend abgeschlossen hatte (hier gilt der Dank vor allem den Arbeitgeber und Schulrektoren der Region, die sehr großzügig kurzfristig eingereichten Urlaubsanträgen und Freistellungswünschen nachgekommen sind). Die Musiker absolvierten zahlreiche Sonder- und Marschproben unter der Leitung von Dirigenten Gabor Kohl und "Generalfeldmarschall" Helmut Kussmaul, die den musikalischen und militärischen Schliff in die ansonsten eher legere Truppe der Orchestervereinigung Calmbach brachten.

 

 

Und last but not least die eigentlichen Fahrten zu den Auftritten. Früh am Morgen mit dem Bus los, stundenlanges Fahren quer durch die Republik, warten in der Halle, proben mit und ohne Royal Philharmonic Orchestra, warten auf den eigentlichen Auftritt, der meist zwischen 21.15 und 21.30 losging. Nach der Show ab ins Hotel, noch ein wenig zusammensitzen und den Abend Revue passieren lassen, dann ein paar Stunden schlafen und am nächsten Morgen wieder abfahren – entweder nach Hause oder zum nächsten Auftrittsort.

Trotz dieser Strapazen  waren sich die Musiker der Orchestervereinigung einig, dass die Teilnahme an der RPO-Tour Last Night of the Proms sowohl für die musikalische als auch für die persönliche Entwicklung jedes Einzelnen ein voller Erfolg war. Zu sehen, dass auch Profis "nur mit Wasser kochen" und sich mal verspielen und auch bei einer langfristig geplanten Veranstaltungsreihe kurz vor Beginn noch etwas fehlen oder schief gehen kann, macht Mut weiterhin selbst schwierig erscheinende Unternehmungen anzupacken. Und wie es der Vorsitzende der OVC Uwe Göbel formulierte: "Der Geist von RPO wird uns noch lange positiv beeinflussen".

 
 
Einen ganz persönlichen Tournee-Bericht mit Blick hinter die Kulissen können Sie hier lesen...