NEUJAHRSKONZERT                                                            12.01.2008
 

Große Hits der klassischen Musik standen auf dem Programm des traditionellen Neujahrskonzerts der Orchestervereinigung Calmbach, zu dem der 1.Vorsitzende der OVC Uwe Göbel Bürgermeister Klaus Mack, Vertreter des Gemeinderats, des Handels und  der  Industrie sowie des öffentlichen Lebens in der ausverkauften Enztalhalle begrüßen konnte. 

Der Abend begann mit den Jüngsten des Vereins – den MINIS, die zeigten, was sie im vergangenen Jahr bei ihrem Dirigenten Gabor Kohl gelernt haben. Marie Waidelich und Christina Kern führten selbstbewusst durch's Programm und warben für die Nachwuchsarbeit der OVC. Danach präsentierte die Jugendkapelle, nun erweitert um die MINIS, ihr Können. Auch bei diesem Ensemble war eine deutliche Leistungssteigerung verglichen mit dem letzten Jahr auffällig, so dass Gabor Kohl erwägt, an einem Wertungsspielen für Jugendkapellen im Sommer 2008 teilzunehmen.

 
 

Rockig und etwas lauter wurde es, als die OVC-Rocks die Bühne betraten. Diese jüngste Formation der OVC unter der Leitung von Dirk Imhof hatte beim Neujahrskonzert 2007 ihre Premiere und während des vergangenen Jahres mit einem Rock-Festival an der Enz und diversen Auftritten gezeigt, dass Blas-Rock-Musik bei den Zuhörern jeden Alters ankommt. Ihre Musik in Kombination mit der faszinierenden Stimme von Steffi Kränzle stellt ein ganz neues Hörerlebnis dar, was in der Enztalhalle sicher nicht jeden Tag geboten wird.

 
 

Nach einer kurzen Umbaupause war es dann soweit - das Blasorchester der OVC marschierte in die Halle ein und begann das Konzert der großen Hits der klassischen Musik, charmant moderiert von Andrea Knoop und Daniela Mostroph. Furios war der Auftakt mit der bekannten und beliebten Ouvertüre "Leichte Kavallerie" von Franz von Suppé, gefolgt von dem eher getragenen Stück "Nimrod" aus den Enigma-Variations von Edward Elgar. Beim "Hornkonzert in Es-Dur" von Wolfgang Amadeus Mozart brillierte Dirk Imhof an der Tuba und bewies, dass Hornkonzerte auch mit einem „MAXI-Horn“ gespielt werden können. Der Walzer "Frühling im Inntal" unter dem Dirigat des langjährigen Vize-Dirigenten Walter Keck entführte mit Kuhglockenklang und Vogelgezwitscher in die blühende Landschaft unserer alpenländischen Nachbarn, bevor es dann doch etwas in die Ferne ging. Die beliebten Filmmusiken von Ennio Morricone im Potpourri "Moment für Morricone" verwandelten die Enztalhalle in einen Kinosaal, in dem der Wilde Westen der USA mit seinen harten Cowboys und hübschen Frauen Wirklichkeit wurde.

 
Die urheberrechtlichen Nutzungsrechte für dieses Foto liegen bei Ilona Prokoph
 

Nach den Ehrungen mit dem traditionellen "Alte Kameraden"-Marsch ließen zunächst leise Töne aufhorchen. Die mitreißende Melodie aus den "British Sea Songs"  von Henry J. Wood steigerte sich zum rasenden Crescendo, welches der "Hilfsdirigent"  Bürgermeister Klaus Mack auch nicht mehr bremsen konnte. Das begeisterte Publikum in der Enztalhalle bewies seine Musikalität, indem es an den richtigen Stellen rhythmisch mitklatschte, was nicht immer einfach war. Die festliche "Feuerwerksmusik" von Georg Friedrich Händel beendete den offiziellen Teil des Abends mit einem musikalischen Feuerwerk, untermalt von virtuellen Raketen und Lichterspielen. 

 
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Bürgermeister Klaus Mack als "Hilfsdirigent"
 

Da das begeisterte Publikum Zugaben verlangte, spielte die OVC das nicht ganz ernstzunehmende Marschpotpourri "Marsch-Konfetti". Hierbei zeigte sich die Kapelle sehr kreativ und spielte nicht das, was der Dirigent verlangte, sondern das, wonach den Musikern der Sinn stand. Dabei tat sich vor allem der Posaunist Dietrich Heinichen hervor, der schließlich mit der roten Karte zum Ruhigsein verdonnert wurde. Diese Aufsässigkeit steigerte sich dann im Stück "Basta" zur reinen Meuterei, als die Musiker nach und nach ihre Plätze verließen und der einsame Dirigent Gabor Kohl am Ende mit ein paar getreuen Bassisten alleine auf der Bühne stand. Zur Freude und Erleichterung der Zuhörer versöhnten sich jedoch die Musiker und der Orchesterleiter am Ende wieder und gaben dem Publikum noch den "Böhmischer Traum" mit auf den Nachhauseweg.

 
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Eine reich bestückte Tombola lud zum Lose kaufen ein und die Speisen aus der bekannt guten OVC-Küche – serviert von den Mitgliedern des Liederkranz Calmbach – sorgten neben dem Hörgenuss auch für Gaumenfreuden und rundeten den Abend ab. 

"Ihr habt wieder einmal bewiesen, dass Ihr kreativ und vielseitig seid - jedes Jahr kommen neue Eindrücke und Hörerlebnisse hinzu - wir freuen uns heute schon auf das Neujahrskonzert 2009", war die oft gehörte Meinung der begeisterten Konzertbesucher.

 
 
 
Folgende Mitglieder wurden für ihre langjährige Vereinstreue geehrt:
 
10 Jahre Dirigent: Gabor Kohl
10 Jahre aktiv: Max Barchet, Sarah Ihle, Patrice Kiefer, Isabella Kohl, Philipp Locher,
Nadja Ohnhäuser, Nadine Pfeiffer, Stefanie Rothfuss, Sarah Schulz
25 Jahre aktiv: Michael Riexinger, Daniel Rittmann
50 Jahre aktiv: Roland Jäger
20 Jahre fördernd: Wolfgang Bott, Renate Haase, Hans-Dieter Kiefer, Gerhard Krist,
Dr. Rainer Stritt
30 Jahre fördernd: Anneliese Barth, Ute Forstner, Gerda Funk, Adolf Haufler, Werner Haug,
Alois Knauer, Heinz Veile, Michael Vogel
40 Jahre fördernd: Fritz Barth, Roland Faas, Fritz Forstner, Roland Schwarz
50 Jahre fördernd: Eberhard Bott, Kurt Kallfass
 
Gruppenbild nach den Ehrungen (v.l.n.r.):
Vordere Reihe:
 
Peter Blazicek (Kreisverbandsdirigent), Uwe Göbel (1.Vorsitzender),
Gabor Kohl (Dirigent), Roland Jäger, Anneliese Barth, Herbert Kiefer
Mittlere Reihe: Wolfgang Bott, Nadja Ohnhäuser, Nadine Pfeiffer, Sarah Ihle, Fritz Forstner, Werner Haug
Hintere Reihe:
 
Renate Haase, Alois Knauer, Roland Schwarz, Isabella Kohl, Philipp Locher,
Michael Riexinger, Sarah Schulz, Daniel Rittmann, Max Barchet