NEUJAHRSKONZERT                                                          18.01.2020
 

Nach etlichen Sommerauftritten in- und außerhalb Calmbachs sowie einer Fernsehaufzeichnung für "Schlagerspaß mit Andy Borg", bei denen die Orchestervereinigung Calmbach (OVC) überwiegend traditionelle Blasmusik spielte, zeigten die Musiker bei ihrem Neujahrskonzert, was sie darüber hinaus noch alles können. Und eines wurde an diesem Abend in der ausverkauften Enztalhalle allen Zuhörern klar: Blasmusik ist nicht nur Marsch, Polka und "Uff-ta-ta", sondern sehr viel mehr. Unterschiedlichste Facetten, Stilrichtungen und Klangfarben der Musik erfüllten die Enztalhalle beim Konzert unter dem Motto "So schön ist Blasmusik".
Den Abend eröffneten die Jüngsten, die "Minis", der Orchestervereinigung Calmbach. Diese jungen Musiker haben ihre "Karriere" überwiegend in der Bläserklasse begonnen, einer Kooperation, die seit mehreren Jahren zwischen OVC und Fünf-Täler-Schule läuft und in deren Rahmen schon etliche Kinder ein Instrument erlernten. Wenn die musikalischen Fähigkeiten es dann zulassen, wechseln die Nachwuchstalente in die Jugendkapelle, die beim Neujahrskonzert zeigte, was in der "jungen" Blasmusikszene so geht. Nach einem fulminanten Auftakt mit "Africa", ging es direkt zum "Eiger" in die Schweiz. Einen absoluten Kontrapunkt bot dann das Stück "Metal!", das verschiedene Hits der Musikrichtung Rock und Metal in einem Medley zusammenfasste. Zu den absoluten Lieblingsmelodien der jungen Musiker gehörten die beiden nun folgenden Musical-Soundtracks "Aladdin" und "König der Löwen". Zur Zugabe "Polkaparty" fanden sich ein paar erwachsene Mitmusiker ein, die als Enten verkleidet, dem begeistert mitklatschenden Publikum den bekannten Ententanz präsentierten. Alle musikalischen Gruppierungen des Abends wurden von Dirigent Sascha Eisenhut sicher und engagiert durch das Konzert geleitet.

 

 

Das große Blasorchester eröffnete seinen Part schwungvoll mit dem Motto des Neujahrskonzerts "So schön ist Blasmusik". In der humorvollen Moderation von Erna (Andrea Göbel) und ihrem Karle (Philipp Schneider) wurden die Fragen "Was ist Blasmusik? Konzertsaal oder Festzelt, Smoking oder Dirndl?" umfassend beantwortet. Blasmusik ist alles – und das bewies die OVC mit vielfältigen Musikstücken aus diversen Stilrichtungen. Die Ouvertüre der Operette "Leichte Kavallerie" fand dabei genauso ihren Platz im Konzert wie ein Medley der bekanntesten Hits von "Phil Collins". "Utopia" – ein Originalstück für Blasmusik von Jacob de Haan – entführte die Zuhörer in fremde Welten, während die Polka "Ehrenwert" für traditionelle Volksmusik stand. Das bekannte "Gonna Fly Now" aus den Hollywood-Filmen über den Boxer "Rocky Balboa" wurde genauso engagiert und konzentriert dargeboten wie der beliebte Marsch "Per aspera ad astra". Das Solo-Xylophon-Stück "Erinnerung an Zirkus Renz", sicher und virtuos gespielt von der jungen Musikerin Nadja Leutelt, riss die Zuhörer im wahrsten Sinn des Wortes von den Stühlen und beschloss den offiziellen Teil des Konzerts. Bei der Zugabe überraschten die Musiker dann mit Deutschrock aus den 90er Jahren unter dem Titel "Made in Germany", bevor sich Jugendkapelle und großes Blasorchester mit einem zu Herzen gehenden "We are the world" von den begeisterten Konzertbesuchern verabschiedeten. Die Enztalhalle wurde durch die aktive Mitwirkung des Publikums in ein Meer von (Knick-)Lichtern getaucht, was einen wunderschönen Schlussakkord unter einen unterhaltsamen und vielfältigen Blasmusikabend setzte.

 

 
 

Im Rahmen des Neujahrskonzerts wurden zahlreiche aktive Musiker und fördernde Mitglieder der Orchestervereinigung Calmbach geehrt. "Engagierte Mitglieder – egal ob aktiv oder fördernd – sind das Rückgrat des Vereins", so die Erste Vorsitzende Nadja Ziefle in ihrer Laudatio. Jürgen Bernhardt als Vertreter des Kreisverbands der Blasmusik Calw durfte folgende aktive Blasmusiker mit.

 
 
10 Jahre aktiv: Thomas Kurasov, Sven Leutelt
20 Jahre aktiv: Stefan Göbel, Marco Kreklau, Franziska Locher
25 Jahre aktiv: Rainer Locher
30 Jahre aktiv: Dietrich Heinichen
20 Jahre fördernd: Ralph Gundel, Margret Ihle, Michael Ihle, Meinhard Seeber
25 Jahre fördernd: Michael Hubert, Barbara Limberg, Günther Limberg, Ralf Schaible
30 Jahre fördernd: Meike Bungarz, Marlies Engel, Fritz Harter, Andrea Kiefer, Daniela Mostroph
40 Jahre fördernd: Holger Bischoff, Uwe Forstner, Ingeborg Rentschler
50 Jahre fördernd: Erwin Schaible