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Hier spielt die Musik - in Calmbach - „Wir kommen aus der
Hauptstadt von Wildbad“ - im Schwarzwald (400 m üNN) am Zusammenfluss der Großen
und Kleinen Enz zwischen Pforzheim und Freudenstadt. Nach 12-jähriger Pause
stellen die Musiker der Orchestervereinigung Calmbach mit dieser CD einen neuen
Tonträger vor.
Im Flößerdorf Calmbach proben seit mehr als 100 Jahren (seit 1892 und damit etwa
10 Jahre bevor das letzte Floß auf der Kleinen Enz oberhalb Calmbachs fuhr)
mindestens einmal pro Woche die Blasmusiker. Derzeit musizieren ca. 55 Aktive
unter der Leitung des Dirigenten Gabor Kohl und des Vize-Dirigenten Walter Keck.
Jedes Konzert-Jahr beginnt mit dem Neujahrskonzert Mitte Januar. Zu diesem
Anlass werden Werke wie z.B. „Variations“ von Rossini, „Der verrückte Wecker“,
„Tanz der Vampire“ gespielt.
Die musikalische Freiluftsaison startet am 1. Mai mit der Hocketse in den
Calmbacher Parkanlagen. Den Sommer über spielen die Aktiven auf etlichen
regionalen Veranstaltungen wie Fleckenfesten, Brauchtumsveranstaltungen,
Straßenumzügen etc. und sorgen u.a. mit dem „Solotrommler-Marsch“, „Walzergrüße
aus Oberkrain“ oder „Them Basses“ für Stimmung.
Die Calmbacher sind gerne unterwegs - der Höhepunkt der Konzertreisen in den
vergangenen Jahren war die einwöchige Fahrt nach Ungarn im Herbst 2000. Dort
haben die Musiker bei einem Internationalen Blasmusikfestival in Mór mit „Ross
Roy“ eine sehrgute Platzierung erreicht. Nicht nur der Konzertauftritt zum 10.
Jahres-Tag der deutschen Einheit in der deutschen Botschaft in Budapest und der
Auftritt im Konzerthaus in Dorog haben diese Reise zu einem unvergesslichen
Erlebnis werden lassen. Noch heute spricht man vom „Geist von Ungarn“, der durch
die Reihen geht, wenn die Reiseteilnehmer über diese Fahrt sprechen. Hier hat
sich auch das Motto der Musiker eingeprägt: „Nomme net verkrampfe“ (Nur nicht
verkrampfen).
Auch von Konzertfahrten über das Wochenende mit dem Besuch von Musikfesten und
Brauchtumsveranstaltungen kehren die Musiker ebenfalls immer voller langlebiger
Erinnerungen zurück.
Ein erklärtes Ziel haben die Calmbacher Musiker bei ihren
Auftritten auf unterschiedlichen Veranstaltungen: „Wir wollen Spaß haben und
gute Stimmung soll auf unsere Zuhörer und Zuschauer überspringen!“ Wenn dies
dann mit Beifall und Zugaben gelungen ist, ist den Musikern kaum eine größere
Freude zu machen. Und dann verstehen es auch alle wieder, wenn die Akteure mit
strahlenden Gesichtern sagen: „Eines ist immer wichtig - no net verkrampfe
(immer locker bleiben!)!“
Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte waren die mehrtägigen Feierlichkeiten zum
100-jährigen Vereins-Jubiläum im Jahr 1992, bei dem in einem feierlichen Rahmen
die „Pro-Musica“-Plakette verliehen wurde und ein herrlicher Festumzug für
Furore im „Flecken“ (Dorf) sorgte.
Der Flößer „Flaizer-Gide“ auf der Titelseite der CD war einer der letzten Flößer
aus Calmbach - eine in Lebensgröße geschnitzte Figur, die Einwohner wie Besucher
und Gäste an die langjährige Tradition des Ortes erinnert. Sie steht auf einem
zentralen Platz in Calmbach, dem Lindenplatz. Über viele Jahrzehnte war Calmbach
eine Hochburg dieser Berufsgruppe. Durch den Zusammenfluss der Großen und
Kleinen Enz in Calmbach war dies ein stark frequentierter Umschlagplatz für die
Ware Holz. Viele tausend Festmeter Holz und andere Erzeugnisse aus dem
Schwarzwald gelangten auf dem Wasserweg zu Sägemühlen und weiteren
Endverbrauchern in weit entfernten Regionen. Die Calmbacher sind stolz auf diese
Vergangenheit und etliche Hinweise deuten heute noch auf die glanzvollen Zeiten
hin.
Die Orchestervereinigung Calmbach wünscht Ihnen viel Vergnügen beim Anhören der
CD und beim Besuch von Veranstaltungen mit Musik der Orchestervereinigung
Calmbach.
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